Bye, bye Multitasking: Achtsam essen mit 8 einfachen Tipps

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Auf dem Weg ins Büro beißen wir noch schnell in unsere Frühstückssemmel, während wir auf dem Smartphone scrollen und am Abend sitzen wir gemütlich vor dem Fernseher und ziehen uns einen Teller Pasta mitsamt unserer Lieblingsserie rein – kommen dir diese Gewohnheiten auch bekannt vor? Unser schnelllebiges Dasein gibt uns nicht selten das Gefühl, alle Dinge möglichst zügig und parallel abarbeiten zu müssen. Der Fokus auf natürliche Bedürfnisse geht dabei häufig verloren. Wir verraten dir, wie du deine Mahlzeiten achtsamer gestalten kannst, um mehr Ruhe an den Essenstisch und in deinen Alltag zu bringen.

 

Warum ist es so wichtig, dass wir achtsam essen?

Viele von uns haben verlernt, sich wirklich Zeit zum achtsamen Essen zu nehmen. Während wir Löffel für Löffel in uns reinschaufeln, sind wir mit unseren Gedanken bereits bei unserem nächsten To-Do. So geht uns meist nicht nur der bewusste Genuss verloren, wir verlernen auch, auf unser natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören und es zu verstehen.

 

Gut gekaut ist halb verdaut

Vielleicht kennst du dieses Sprichwort? Es steckt jede Menge Wahrheit drin, denn unsere Verdauung beginnt bereits mit dem Kauen und dem Einspeicheln der Nahrung. Je länger und gründlicher dieser anregende Prozess der Verarbeitung im Mund andauert – wir also möglichst langsam und häufig kauen – desto besser können wir unsere Mahlzeiten aufnehmen und unseren Darm bei der Verdauung unterstützen.

 

Wer achtsam isst, hat mehr Energie

Diese Gleichung ist ganz einfach: Ist unsere Nahrung nicht gut durchgekaut, benötigt unser Darm mehr Energie bei der Verdauung. Wenn du also sorgfältig kaust und sozusagen bereits im Mund “vorverdaust”, entlastet du deinen Darm und sparst somit Energie, die sonst zur weiteren Verdauung benötigt wird. So hast du im Alltag mehr Energie zur Verfügung und bist leistungsfähiger.

 

Stärke deine Intuition und dein Körperbewusstsein

Achtsames Essen hilft dir dabei, deine eigene Intuition zu stärken. Indem du dir die Zeit nimmst, dich nur auf dein Bauchgefühl und dein Essen zu konzentrieren, lernst du, dein Hunger- und auch dein Sättigungsgefühl besser wahrzunehmen und zu verstehen. So kannst du dir deutlicher bewusst werden, was dein Körper gerade wirklich braucht und zwischen Gelüsten, Langweile und echten körperlichen Bedürfnissen unterscheiden.

 

Achtsam essen mit 8 einfachen Tipps 

 

1. ZEIT

Ruhe am Esstisch fördert innere Ruhe! Plane bewusst und vor allem genügend Zeit zum Essen ein. Ist dein System gestresst, schaltet es automatisch in den Notfallmodus um: alle Aufmerksamkeit fließt in den Kopf und der Verdauungsprozess wird angehalten. Das Resultat: Verstopfung oder auch Durchfall. Kaum etwas ist so dringend, dass es nicht einmal eine halbe Stunde warten kann. 

2. ZÄHLEN 

Wie oft kaust du eigentlich? Zähle nach und steigere die Anzahl auf 20, später auf 30 und vielleicht sogar auf 50 Mal kauen. Achte dabei darauf, nicht nur oft, sondern auch langsam und in Ruhe zu kauen.

3. BESTECK

Lege dein Besteck während du kaust zur Seite,  so lange bis du die Nahrung geschluckt hast. Erst danach nimmst du mit Gabel oder Löffel den nächsten Bissen auf. 

4. SINNE

Versuche dein Essen mit verschiedenen Sinnen wahrzunehmen.  Richte dein Essen ansprechend an und betrachte es bewusst. Bereits bei der Zubereitung kannst du damit beginnen, deine Aufmerksamkeit auf die Struktur deiner Zutaten zu richten und sie zu “erfühlen”. Aber auch im Mund kannst du die Konsistenz der Speisen wahrnehmen. Das Knacken einer frischen Karotte kannst du hören und schließlich kannst du versuchen, jede Zutat deines Gerichtes zu riechen und zu schmecken.

5. MEDIEN

Handy weg, Fernseher aus. Übe dich darin, dich beim Essen wirklich nur auf das Essen zu konzentrieren und dich nicht von anderen Dingen ablenken oder unterhalten zu lassen.

6. FÜHLEN

Höre in dich hinein. Iss, wenn dein Körper dir Hunger signalisiert. Lerne, den Unterschied zwischen körperlichem und emotionalem Hunger oder auch Langeweile zu erkennen.

7. MITMENSCHEN

Schau dich in deinem persönlichen Umkreis um, wie andere sich beim Essen verhalten. Gibt es jemanden, der:die besonders entspannt und bewusst isst? Orientiere dich an dieser Person und tausche dich gerne mit ihr über das Thema aus.

8. GEDULD

Lass dir Zeit. Du musst nicht von heute auf morgen Profi im achtsamen Essen werden. So wie die meistn Dinge erfordert auch Achtsamkeit viel Übung und du brauchst Zeit, um dich umzustellen und neue Gewohnheiten aufzubauen. Also überfordere dich nicht, genieße die Reise und die neu gewonnene Achtsamkeit.

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